Strauss-Festival Bad Reichenhall

11. bis 13.09.2020

Anno 1864 konnte es einem Wiener Flaneur passieren, im Augarten einer Wagner-Uraufführung durch die Strauss-Kapelle beizuwohnen. Und dem „Walzerkönig” Johann Sohn passierte es, dass der gestrenge Kritiker Hanslick ihn wegen seiner „Sinfonien im Dreivierteltakt” ein wenig tadelte.

Heutzutage sind die Wiener Sträusse ein Symbol für gehobene Unterhaltungsmusik, was das Finalkonzert des Strauss-Festivals unter der Leitung des Wieners Christian Simonis erneut beweisen wird, diesmal „in den Gärten von Pawlowsk”. Johann und Josef Strauss sorgten in der Sommerresidenz des Zaren bei St. Petersburg viele Jahre lang für die Unterhaltung der Gäste.

Ihr Vorläufer war ein gewisser Josef Gung’l, den man in Bad Reichenhall bis heute kennt. Gespielt wurde nicht nur Gung’l, Strauss und Co., sondern auch Russisches. Es ist wenig bekannt, dass Johann Strauss der erste Tschaikowski-Dirigent war. Franz Lehár, dessen 150. Geburtstag ansteht, war der letzte große Melodiker der Musikgeschichte. Robert Stolz, Cole Porter, auch die Beatles kamen ihm nahe, ohne ihn zu erreichen. Die vom Fachmann Wolfgang Dosch moderierte Gala wird es hörbar machen.

Was aber ist heute „klassische Unterhaltungsmusik”? Martin A. Fuchsberger hat mit prominenten Interpreten ein aktuelles Programm mit Highlights aus Musicals zusammengestellt. Damit, mit Musik von heute, wird dieses Strauss-Festival festlich und zeitgemäß eröffnet.

 

Bild: Deutsche Johann-Strauss-Gesellschaft

„Paulslust“ hieß das erste Schlösschen, dass der spätere Zar Paul I. in einem unwegsamen Gelände errichten ließ und das in mehr als vierzigjähriger Bauzeit mit seinen Parks und Gärten zu einem Prachtbeispiel des Klassizismus wurde. Rund 50 Jahre später ließ Zar Nikolaus I. eine Bahnverbindung zwischen der Hauptstadt St. Petersburg und seinem Sommersitz in Zarskoje Selo errichten. Die Strecke wurde jedoch bis zur Endstation im Park von Pawlowsk verlängert, weil dort ein für damalige Verhältnisse großer Eventbereich, eine „Vauxhall“ nach britischem Vorbild errichtet werden konnte. Hier traten die besten Orchester und Dirigenten der damaligen Zeit auf, um die Petersburger nach Pawlowsk zu locken: von 1850–1855 Josef Gung’l, der Gründer der Bad Reichenhaller Philharmoniker und von 1856–1865 sowie 1869 Johann, Josef und Eduard Strauss. 

 

Konzertprogramm

FR 11. SEP 2020, 19:30 UHR
KÖNIGLICHES KURHAUS
Musical-Gala

Highlights aus den Musicals Les Misérables, Jekyll & Hyde, Chess, Elisabeth u.a.

Roberta Valentini, Sopran
Jesper Tydén, Tenor

Bad Reichenhaller Philharmoniker
Dirigent & Moderation: Martin A. Fuchsberger

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SA 12. SEP 2020, 19:30 UHR
KÖNIGLICHES KURHAUS
„Nichts als ein Traum vom Glück”

Operetten-Gala anlässlich des 150. Geburtstages von Franz Lehár in Zusammenarbeit mit der Internationalen Franz Lehár Gesellschaft

Jana Baumeister, Sopran
Wolfgang Dosch, Tenor

Bad Reichenhaller Philharmoniker
Dirigent: Christian Simonis

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SO 13. SEP 2020, 11:00 UHR
KÖNIGLICHES KURHAUS
Die Sträusse in Russland

Walzer und Polkas in den Gärten von Pawlowsk. In Zusammenarbeit mit dem Johann Strauss Club St. Petersburg/Pawlowsk und der Deutschen Johann Strauss Gesellschaft

Bad Reichenhaller Philharmoniker
Dirigent & Moderation: Christian Simonis

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